{"id":206,"date":"2015-01-17T17:39:34","date_gmt":"2015-01-17T17:39:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.christoph-limbach.de\/?p=206"},"modified":"2025-09-28T19:31:20","modified_gmt":"2025-09-28T17:31:20","slug":"zu-zeiten-der-bonner-republik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.christoph-limbach.de\/?p=206","title":{"rendered":"Zu Zeiten der &#8222;Bonner Republik&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Mein heutiger Buchtipp dreht sich um den ersten sozialdemokratischen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Willy Brandt. Als regierender B\u00fcrgermeister von Berlin musste er 1961 machtlos dem Bau der Berliner Mauer zuschauen. Von 1969 bis 1974\u00a0 stand er einer sozialliberalen Koalition als Kanzler vor. In dieser Zeit entstand die &#8222;Neue Ostpolitik&#8220;, die in den Warschauer Vertr\u00e4gen m\u00fcndete sowie dem Grundlagenvertrag, der die bilateralen Beziehungen beider deutscher Staaten regelte. 1974 trat Brandt von seinem Amt zur\u00fcck, nachdem bekannt wurde, dass die Stasi einen Spion in seinem direkten Umfeld platziert hatte.\u00a0 In dem Buch &#8222;Erinnerungen an Willy Brandt&#8220;, geschrieben von einem seiner engsten Vetrauten, Egon Bahr, gibt dieser einen EInblick in die Arbeits und Denkweise seines Freundes Willy Brandt. Bahr war ab 1969 Staatssekerit\u00e4r im Bundeskanzleramt. In dieser Funktion war er ma\u00dfgeblich beteiligt an den Verhandlungen mit der DDR zur sog. &#8222;Entspannungspolitik&#8220;. Begriffe wie &#8222;Wandel durch Ann\u00e4herung&#8220; und die &#8222;Politik der kleinen Schritte&#8220; wurden beide durch Egon Bahr gepr\u00e4gt. Das Buch versetzt den Leser in die Zeit der sog. &#8222;Bonner Republik&#8220;, in die Hochphase des &#8222;kalten Krieges&#8220;. Nach dem Lesen der Lekt\u00fcre wird klar, dass ohne die Entspannungspolitik der sozialliberalen Koalition es 1990 keine WIedervereinigung gegeben h\u00e4tte und der Skandal um den Kanzleramtsspion G\u00fcnther Guillaume in Wahrheit kein Skandal war. Ausf\u00fchrlich wird die zweifelhafte Rolle des damaligen Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner beleuchtet; ein lesenswerter Ausflug in eine Zeit, in der das Fernsehprogramm noch aus drei Sendern bestand und f\u00fcr 20 Millionen Deutsche der Empfang von &#8222;West-Fernsehen&#8220; eine Straftat darstellte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.christoph-limbach.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/WillyBrandt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-209\" src=\"https:\/\/blog.christoph-limbach.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/WillyBrandt-212x300.jpg\" alt=\"WillyBrandt\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.christoph-limbach.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/WillyBrandt-212x300.jpg 212w, https:\/\/blog.christoph-limbach.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/WillyBrandt-624x882.jpg 624w, https:\/\/blog.christoph-limbach.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/WillyBrandt.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein heutiger Buchtipp dreht sich um den ersten sozialdemokratischen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Willy Brandt. 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